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Service > Moderation > Psychologischer & biologischer Hintergrund Entscheidungsfindung
Intuition und Bauchgefühl, die einzelnen Hirnregionen, rationale Entscheidungen ohne Gefühle gibt es gar nicht, emotionale Intelligenz und Ratio
AutorIn : Dr. Kraus / Datum : 25.09.2006 20:20
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Haben Sie sich schon einmal bewusst gemacht, wie Sie Entscheidungen treffen?

    Hoffentlich nicht wie G. Bush:“ Ich habe in der Vergangenheit gute Entscheidungen getroffen und ich habe in der Zukunft gute Entscheidungen getroffen!

Jeder trifft im Laufe des Tages eine Vielzahl von Entscheidungen, ohne darüber nachzudenken.

    Entscheiden Sie eher spontan nach Gefühl, oder sammeln Sie mehr rationale Argumente für eine Entscheidung? Vielleicht finden Sie auch heraus, dass Ihre Entscheidungsmethode variiert. Viele Menschen entscheiden Kleinigkeiten aus dem Bauchgefühl –aus der Emotion- heraus, während weit reichende Entscheidungen eher vom Kopf gesteuert werden.

Oder lassen Sie entscheiden? Vielleicht weil Sie immer auf Nummer Sicher gehen wollen?

    Viele Menschen sind nicht entscheidungsfähig, weil ihr Gefühl in Konflikt gerät mit ihren rationalen Überlegungen. Das ist allerdings den wenigstens bewusst. Und so schwanken sie immer wieder zwischen verschiedenen Möglichkeiten, ohne eine endgültige Entscheidung zu treffen und sind froh wenn ein anderer oder äußere Umstände diese  Aufgabe übernehmen.


Intuitive Entscheidungen, Intuition oder Bauchgefühl

Manchmal sagt einem das Gefühl, dass eine Entscheidung richtig oder falsch ist.

    Ohne genau sagen zu können, warum, präferieren wir eine Möglichkeit. Intuitive Entscheidungen können wir meistens sehr schnell fällen, denn unser Gefühl braucht keine lange "Bedenkzeit". Sich ausschließlich auf seine Intuition zu verlassen, ohne sich auf Informationen zu stützen, kann gut gehen. Aber gerade bei weit reichenden Entscheidungen ist dieses Vorgehen sehr riskant.

Die Intuition ist mit dem Körper verankert und wird durch Erfahrung erworben:

    Sie kommt dadurch zustande, dass Sie dem Körper schon vorher übermittelt wird, bevor sie ins Bewusstsein gelangt. d.h. die Intuiton ist die automatische Antwort des Körpers auf eine bestimmte Situation und sie ist immer unbewusst! Bewusst wird sie erst, wenn das Großhirn sie verarbeitet.

 


Was passiert in den einzelnen Hirnregionen?

Langsam entdecken Neurowissenschaftler derzeit jene Hirnstrukturen, die uns fühlen und denken lassen.

    Quelle: http://de.geocities.com/kinderphysiotherapie/Gehirn

     

    Das Fundament ist der Hirnstamm, der aus dem Rückenmark hervor wächst, zum Empfangen körperlicher Signale.

    Das Zwischenhirn mit dem Thalamus, (größter Teil des Zwischenhirns)  setzt sich aus vielen  Kerngebieten zusammen, die eine besonders starke Verbindung zur gesamten Großhirnrinde aufweisen. Es ist für die emotionale Erregung zuständig. Es steuert den Organismus, indem es Hormone ausschüttet.

    Das so genannte limbische System, ein Netzwerk aus zahlreichen Hirnregionen, die stammesgeschichtlich zu den älteren gehören und unter der Großhirnrinde liegen, ist vor allem für das unbewusste Verarbeiten und Bewerten von Emotionen zuständig. Zum limbischen System zählen auch

      die beiden Mandelkerne nahe der Ohren ebenso wie der insuläre Cortex und ein Gebiet im Hirnstamm, das man als »Belohnungssystem« bezeichnet und dessen Aktivität mit guten Gefühlen einhergeht. Im Mandelkern werden überwiegend negative Gefühle wie Ekel, Angst und Ärger ausgelöst. Aber nicht nur: Ist zugleich das Belohnungssystem erregt, stellt sich ein Gefühl freudiger Überraschung ein. Der Mandelkern wühlt uns sozusagen emotional auf

    Ganz oben, unter der Schädelkuppe ist das Großhirn und der präfrontale Cortex, die für Denken, Planen und alle Leistungen des Bewusstseins verantwortlich ist.

Urteile und Entscheidungen aus der Intuition oder dem Bauchgefühl speisen sich nicht aus logischen Schlüssen, sondern aus positiven oder negativen Erfahrungswerten der Vergangenheit. Emotionen oder Bauchgefühl entstanden im Lauf der Evolution, damit einfache Fragen rasch gelöst werden können. Sie bieten in gewissen Situationen Mensch wie Tier die lebensrettende Antwort, ohne langwierige Entscheidungsprozesse vorauszusetzen.

 


Bei Tieren bestimmen die inneren und äußeren Umstände

    die Aktivitäten der Lebewesen in unmittelbarer Weise: also einerseits das aktuelle Bedürfnis des Tieres  ( Hunger, Nahrungsaufnahme, Flucht, Fortpflanzung, Ruhephase) und anderseits die Umgebung und Bedingungen der Umwelt.

    Auch das Überleben der Population oder Art ist unmittelbar von dem adäquaten Verhalten der einzelnen Individuen abhängig, keines der Organismen kann seinen Beitrag zur Überlebensfähigkeit aussetzen oder sich seine Funktion dabei aussuchen.

Tiere können daher nur dem Diktat der Emotion folgen, Menschen können auch rational gegen das Bauchgefühl entscheiden -dank des Großhirnes. Emotionen, Gefühle sind Form einer Intelligenz, ohne die unsere Vorfahren in der afrikanischen Savanne wohl kaum überlebt hätten.

    Sie sind vielmehr »verkörperte Information«. Freude etwa teilt uns mit: alles in Ordnung, mehr davon. Angst mahnt zur Vorsicht, macht wachsam gegenüber Gefahren

    Negative Emotionen werden interessanterweise immer intensiver erlebt als positive und auch leichter ausgelöst, d.h. der Mensch ist eher auf die Erfahrung von Ärger, Unglück, Angst gepolt und nicht auf positive Gefühle, die man gemeinhin auch als Glück bezeichnet.

    Auch dies Erfahrung ist eine Erbe der Evolution: bei der kleinsten unbekannten Störung brachte man sich sofort in Sicherheit. Dieses Sicherheitsdenken tragen wir noch in uns, denn auch heute scheut man noch immer das Risiko bei Entscheidungen.

 


Rationale Entscheidungen

Das Menschsein ist aber auch dadurch gekennzeichnet, dass es zwischen Handlungsalternativen wählen kann und durch die Schaffung neuer Handlungsbedingungen auch wieder neue Handlungsmöglichkeiten und –alternativen erzeugen kann.

    Unabhängig vom Gefühl möchten wir manche Entscheidungen mit dem Kopf fällen. Das ist oft ein langwieriger Prozess, denn wir müssen dafür Informationen zusammentragen und uns über die Konsequenzen unserer Entscheidung klar werden. Vor- und Nachteile wollen gut gegeneinander abgewogen werden, und das braucht seine Zeit.

    Vor allem Entscheidungen, die eine unterschiedliche Auswirkung auf die Zukunft haben können erfordern eine sorgfältige Bewertung aller möglichen Alternativen, denn sonst ist man in der Zukunft vor allem damit beschäftigt, die Fehlentscheidungen der Vergangenheit auszubügeln.

    Menschen, die größtenteils rationale Entscheidungen treffen, halten meist ihre Methode für die einzig richtige. Und sicherlich bringen solche Entscheidungen sie auch oft weiter. Doch manchmal müssen sie sich eingestehen, dass ihr Gefühl ihnen etwas ganz anderes rät.

    Der Verstand ist also ein analytisches System, das zur Beurteilung einer Situation Logik einsetzt. Dieses System ist langsam, erfordert bewusste Kontrollen und folgt klaren Argumenten.

Gerd Gigerenzer Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, ein renommierter Experte für die Psychologie von Entscheidungen, und der sich mit der Anatomie der Ratio beschäftigt, erzählt gerne folgende wahre Geschichte:

    Es war einmal ein Mann, der liebte zwei Frauen und wusste nicht, für welche er sich entscheiden sollte. Die eine liebte er aus ganz anderen Gründen als die zweite - wie sollte er da wählen? Dummerweise wussten die beiden voneinander und hatten dem Mann die Pistole auf die Brust gesetzt: Sie oder ich!

    In seiner Verzweiflung entschloss er sich, auf einem Blatt Papier die Vor- und Nachteile der Alternative aufzulisten. So sammelte er alle Kriterien, die ihm wichtig waren. Er versuchte sich vorzustellen, wie lieb Kandidatin eins ihn auch nach Jahren der Ehe noch behandeln würde im Vergleich zu Kandidatin zwei. Er bewertete das Äußere und überlegte, inwiefern die Frauen im späteren Leben interessante Gesprächspartner für ihn sein würden. Er gewichtete die Kriterien, gab jedem Element eine Punktzahl, addierte die Werte und verglich das Ergebnis.

    Dann geschah etwas Seltsames. Er sah das Ergebnis und wusste instinktiv: Es ist falsch. Sein Herz hatte eine andere Entscheidung getroffen als sein Verstand. Der Mann beschloss, seine Liste zu vergessen, und verbrachte viele Jahre glücklich mit der Frau seines Herzens. Er hatte auf sein Gefühl gehört.

    Und die Quintessenz aus 20 Jahren Entscheidungsforschung lautet auch nicht einfach: Geh, wohin dein Bauchgefühl dich trägt, sondern Gigerenzer und seine Kollegen sind dabei, jene Prozesse zu entschlüsseln, auf denen unser Denken, unsere Gefühle und unsere Intuition beruhen und sie stellten fest:

 


Reine rationale Entscheidungen ohne Gefühle gibt es gar nicht.

Der Homo oeconomicus, der die Alternativen rein rational abwägt, erweist sich als Fiktion der klassischen Wirtschaftstheorie.

Eine beinahe revolutionäre These:

    Schließlich galten Gefühle Jahrhunderte lang als »nicht edel«, haben sie doch mit dem Körper, dem Bauch und noch viel unedleren Teilen zu tun. Der Mensch definierte sich über den Verstand. Gefühle kamen bestenfalls als »Luxus« davon.

    In der Antike wurden Gefühle regelrecht verachtet. Plato hielt Emotionen für eine Art Krankheit. Nur mit dem Verstand, glaubte der griechische Philosoph, ließe sich der »Dämon der Gefühle« zähmen. Auch den Stoikern erschienen Gefühle als lästige Denkfehler.

Bis auf den heutigen Tag halten wir noch immer die Vernunft oder Ratio als wichtiger.

    Wenn es darum geht, eine wichtige Wahl zu treffen, scheint der Mr. Spock aus der Science-Fiction-Serie Raumschiff Enterprise das heimliche Vorbild zu sein. Spock kennt keine Emotionen. Ungestört von Gefühlsvernebelung, ist er in der Lage, besonders klare Analysen abzugeben.

    Gefühle können uns natürlich auch in die Irre führen, vor allem wenn sie übermächtig werden, wie z.B. Angstgefühle oder sie können unkontrolliert ausbrechen, wie Wut. Gefühle können auch eine problematische Eigendynamik entwickeln und sie engen dann eher den Blickwinkel ein, als dass sie den Interessen nützen. Oft aber, darauf deuten viele der neuen Befunde, verleiten sie uns nicht zu Denkfehlern, im Gegenteil: Oft sind die Gefühle schlauer als der Verstand.

Auch der Neurologe und Hirnforscher Damasio von der Universität Iowa machte Ende der 90er Jahre interessante Experimente, um die emotionale Intelligenz heraus zu stellen.

    Mit dem bekannten Iowa card-Test kam er der Intelligenz unserer Gefühle als einer der ersten auf die Spur. Damasio legte Probanden vier Kartenstapel hin, von denen sie jeweils eine Karte ziehen sollten. Die Karten zweier Stapel (A und B) warfen große Gewinne ab, während bei den Karten der anderen Stapel (C und D) der Profit mager ausfiel.

    Der Haken an der Sache: In den Stapeln, die zu den hohen Gewinnen führten, lag hin und wieder auch eine »rote Karte«, die eine empfindliche Geldbuße mit sich brachte. Die beiden anderen Stapel waren zwar ebenfalls mit Strafkarten durchsetzt; hier aber fielen die Verluste geringer aus. Damasio hatte das Kartenspiel so arrangiert, dass es auf lange Sicht günstiger war, sich von den Stapeln C und D zu bedienen.

    Vor dem Spiel klebte Antonio Damasio Elektroden an die Haut der Testpersonen, um deren Hautleitfähigkeit zu messen, die immer dann steigt, wenn man nervös wird und anfängt zu schwitzen - eine Art Lügendetektor.

    Zunächst war keinem der Teilnehmer klar, welcher Stapel wie viel Gewinn abwarf. Runde um Runde verging. Keiner durchschaute das System. Erst nach der fünfzigsten Karte äußerten einige den Verdacht, Stapel A und B seien »irgendwie riskant«.

    Die Überraschung folgte, als Damasio einen Blick auf den Lügendetektor warf. Bereits bei der zehnten Karte hatte der Lügendetektor Alarm geschlagen, als die Spieler nach den Stapeln A und B griffen. Das Gespür hatte die Gefahr, die von den beiden riskanten Stapeln ausging, also lange vor dem bewussten Verstand gewittert.

Auch negative Gefühle sind wichtig für das Überleben:

    Das wird dann besonders deutlich,wenn sie plötzlich gar nicht mehr da sind. So berichtete Damasio von einer Patientin, die kaum noch Angst zu empfinden scheint. Frau S. hat auch extreme Schwierigkeiten, Angst in den Gesichtern anderer Menschen zu erkennen und hat auch keine Angst vor lebensgefährlichen Situationen. Aufgrund einer seltenen Erbkrankheit sind bei Frau S. die beiden Mandelkerne( verantwortlich für Angst) ihres Gehirns verkalkt. Denn  sobald wir uns fürchten, »feuern« unter anderem die Mandelkerne

     


Wie trifft man  gute Entscheidungen die sowohl die emotionale  Intelligenz  als auch die ratio berücksichtigen?

    Machen Sie sich also bewusst, dass zu einer guten Entscheidung sowohl rationale Argumente als auch Gefühl oder Intuition nötig sind.

    Der erste Schritt in Richtung kluger Entscheidungen ist es daher, diese Dualität anzuerkennen. Der zweite Schritt besteht darin, die richtige Balance zwischen den beiden zu finden."

     Vernachlässigen Sie immer wieder eine Seite? Dann achten Sie in Zukunft darauf, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Bauch und Kopf zu erlangen.

    Befragen Sie bei größeren Entscheidungen zuerst Ihren Kopf. Finden Sie alle nötigen Informationen heraus, die Sie für Ihre Entscheidung benötigen. Fragen Sie sich, welche Konsequenzen die Entscheidung mit sich bringt.

    Im zweiten Schritt sollten Sie dann ganz genau hinhören, was Ihre Intuition Ihnen sagt. Wenn Sie ein schlechtes Gefühl haben, überdenken Sie noch einmal, ob Sie etwas übersehen haben. Vielleicht fällt Ihnen auch noch eine ganz neue Möglichkeit ein, die Sie bisher nicht in Betracht gezogen haben. Bringen Sie die rationalen Argumente und Ihr Gefühl in Einklang. Nur  dann treffen Sie die richtige Entscheidung.

 

Wann der Bauch entscheiden sollte:

  •  wenn man schnell zu einem brauchbaren Ergebnis kommen muss
  • wenn über menschliche Beziehungen zu entscheiden ist
  • wenn man eine Entscheidung unter großer Ungewissheit treffen muss

 

Wann der Kopf entscheiden sollte :

  • wenn man es mit einem komplexen Problem zu tun hat, das erst strukturiert werden muss
  • strukturiert wenn es auf Genauigkeit und präzise Werte darauf ankommt
  • wenn unsachliche subjektive Vorbehalte das Urteil trüben
  • wenn das Ergebnis der Entscheidung zu dokumentieren ist

 


Akademiestudie 2005:

diese Studie zeigt, für wie entscheidungsfreudig und kompetent sich Führungskräfte halten. Entscheidungen zu treffen fällt vielen Befragten offenbar leicht:

    78 Prozent der befragten Führungskräfte sind der Meinung, dass sie selbst gut entscheiden können. Sie bewerten Entscheidungsstärke als wichtige Führungskompetenz

Abgesehen von der eigenen Person glauben aber fast 40 Prozent, dass deutsche Führungskräfte allgemein eher entscheidungsschwach sind.

    Am Entscheidungsspielraum kann das jedoch nicht liegen. Den bezeichnet eine Mehrheit als angemessen. Fast 90 Prozent der befragten Manager glauben auch, dass ihnen immer die notwendigen Informationen zur Verfügung stehen

Auf die Intuition oder das Bauchgefühl verlassen sich aber nur wenige

    gerade mal jeder fünfte Manager entscheidet nach eigenem Bekunden überwiegend aus dem Bauch heraus. Noch weniger geben zu, dass für sie das Gefühl bei Entscheidungen wichtiger ist als der Verstand

Eingebunden werden andere jedoch eher zu Beginn der Entscheidungsfindung.

    Dabei steht das Sammeln unterschiedlicher Meinungen und Bewertungen im Vordergrund. Von Fall zu Fall sind meist verschiedene Personen eingebunden. Das erfordert nach Aussage der Führungskräfte viel Fingerspitzengefühl. Vor allem um nicht Konflikte im Team auszulösen

Allerdings halten die befragten Manager die Entscheidungsprozesse in deutschen Unternehmen mehrheitlich für zu komplex.

    Es gebe einerseits zu viele Personen, die am Entscheidungsprozess beteiligt sind. Weiterhin behindern Macht- und Interessenskonflikte das Entscheiden, so die nahezu einhellige Meinung. Zudem würden die Resultate nicht oder zu wenig kommuniziert.

So manche Entscheidung bleibt aber auf dem Weg durch verschiedene Abteilungen und Teams hängen. Verschlungene Pfade durch eine Firma können eine Entscheidung deshalb stoppen. Zudem werden Entscheidungen häufig nur halbherzig getroffen, so die Erfahrung der Manager. Kein Risiko eingehen! Cover your ass!


Zur Visualisierung Entscheidungsfindungsinstrumente

Um das Team bei dieser Aufgabe zu unterstützen gibt es moderne Entscheidungsfindungsinstrumente, die sowohl die emotionale als auch die rationale Komponente berücksichtigen. Manche Entscheidungen fallen uns leichter, wenn man sie visualisieren kann und damit die emotionale Komponente in uns ansprechen. Ein Hilfsmittel, um mehrstufige  Entscheidungsprozesse abzubilden, ist z.B.

Entscheidungsbaum

Der Entscheidungsbaum ist eine Möglichkeit, ein Entscheidungsproblem darzustellen. Der Entscheidungsbaum dient als Denkhilfe, um verschiedene Optionen mit ihren jeweiligen Konsequenzen darzustellen.

 

    Er zeigt also, welche Konsequenzen sich aus Entscheidungen und bestimmten Ereignissen ergeben können.

    Dabei muss man stark vereinfachen und man kann nur wenige Ereignisse unterbringen.

    Die Entscheidungsbaum-Methode kann sowohl zur Problemanalyse als auch zur Entscheidungsfindung herangezogen werden.

    Entscheidungsbäume beginnen mit einem Stamm, an dessen Ende sich eine Verzweigung( Knoten) befindet, die in wiederum verzweigte Äste führt. Bei jedem Knoten wird ein Attribut abgefragt und ein Entscheid getroffen .Die  Fragen werden so  gestellt, dass alle mit Ja oder Nein beantwortet werden können

    Diese Prozedur wird so lange fortgesetzt, bis man ein Blatt erreicht. in der Baumkrone( Blättern) liest man dann die verschiedenen Konsequenzen ab, die sich aus den jeweiligen Entscheidungen ergeben.

    Jeder Endpunkt des Baums ( Blatt) ist daher durch einen eindeutigen Weg erreichbar.

    Man geht also von einer Ebene zur nächsten und jeder Entscheidung können weitere Elemente wie Ereignisse ,Zustände oder Konsequenzen zugeordnet werden, die man dann mit Symbolen versieht.

Der eigentliche Vorteil dieses Modells ist es, dass man einen Überblick vom Problem bekommt und gezwungen ist, das Denken grob zu strukturieren.

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Mind Mapping

    Das menschliche Gehirn besitzt eine linke und eine rechte Hälfte. Neuere Forschungen zeigen, dass beide Gehirnhälften jeweils unterschiedliche Funktionen wahrnehmen.

    Die linke Gehirnhälfte ist bei den meisten von uns für rationales Denken, Logik, Sprache, Zahlen, Linearität und  Analyse zuständig, während der rechte Teil überwiegend Raumwahrnehmung, Phantasie, Farbe, Rhythmus, Gestalt, Musterkennung und Dimensionalität steuert.

    Von dieser Erkenntnis ausgehend vermarktet der Engländer Tony Buzan die Mind-Map-Technik, durch welche gezielt beide Gehirnhälften angesprochen werden sollen. Durch die Nutzung beider Gehirnregionen werden Synergieeffekte genutzt, welche die geistige Leistung deutlich verbessern sollen.

    Diese Methode ist vor allem für Brainstorming  und das Sammeln von Kriterien geeignet und lässt sich mit der Nutzwertanalyse oder dem AHP kombinieren.

    Quelle: http://www.creativeeducationfoundation.org/sitemapl

     

    Für Mind Mapping benötigt man nur ein Blatt Papier, das  im Querformat genutzt wird! In die Mitte der Seite wird ein einprägsames

    Bild oder eine kleine Skizze gezeichnet, die das zu behandelnde Hauptthema darstellt. Falls eine Zeichnung nicht sinnvoll erscheint, sollte das Schlüsselwort zumindest mit 3D-Effekt in die Blattmitte gesetzt werden.

    Von dem zentralen Bild ausgehend wird für jeden tiefergehenden Gedanken bzw. Unterpunkt eine Linie gezeichnet.

    Auf diese Linien werden nur die einzelnen Schüsselworte in Druckbuchstaben zu den Unterpunkten geschrieben.

    Es sollten unterschiedliche Farben verwenden werden. Man kann so die Übersichtlichkeit erhöhen und zusammengehörende Gedanken durch gleiche Farben kennzeichnen. 

    Symbole, wie Pfeile, Figuren, Bilder, Ausrufe- oder Fragezeichen sollten so oft wie möglich verwendet werden. 

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Vorteile

    Das Hauptthema beziehungsweise die Grundidee wird zentral angeordnet und kann somit schnell erfaßt werden. Ein kurzer Blick auf eine Mind Map genügt, um festzustellen, worum es geht. Die graphische Darstellung unterstützt beim Denken

    Eine Mind Map offenbart Lücken. Aufgrund der graphischen Darstellung ist sehr leicht ersichtlich, welche Gedanken bereits gut bzw. welche bisher wenig entwickelt sind

    Durch die Verwendung von wenigen Schlüsselwörtern kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren; gleichzeitig werden Zeit (zum Erstellen u. Lesen) und Raum (auf dem Papier) gespart  

Nachteile

    An die Mind Map Technik muß man sich zuerst gewöhnen.

    Mind Maps wirken auf den ersten Blick unübersichtlich und verwirrend und Mind Maps, die man nicht selbst erstellt hat, sind kaum nachzuvollziehen, da man die verwendeten Schlüsselwörter nicht richtig assoziieren kann.


 

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